Ballontiergedichte für Kinder

 

Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl von lustigen Tiergedichten für Kinder,

welche von mir während der Anfertigung der Ballonskulpturen frei vorgetragen werden. 

Das Nilpferd

 Weil das Nilpferd furchtbar roch

stieg es einst in ein Wasserloch.

Dort hat es sich sehr wohl gefühlt

und tief im Schlamm herum gewühlt.

 

Seit der Zeit ist es dort zu Haus,

schaut nur noch mit dem Kopf heraus,

und stinken tut es auch nicht mehr ...

Doch dafür ist es nass nun sehr!

 

Der Löwe

Der Löwe stolz und mutig ist

und gerne andre Tiere frisst,

welche nicht so stark wie er

und deshalb deren Gegenwehr

völlig ohne Sinn und Zweck;

der Löwe frisst sie alle weg.

Denn Nächstenliebe ist ihm fern ...

Er hat zum fressen alle gern!

 

Die Giraffe

 Im Wanderzirkus Kokolores 

geht die Giraffe tief gebückt,

weshalb Ludmilla, so ihr Name,

Blätter nur vom Boden pflückt.

 

Ihr langer Hals schleift auf dem Boden

und der Tierarzt, einwandfrei,

stellt diagnostizierend fest ...

Ludmilla ist nicht schwindelfrei!

 

Das Känguru

"Müde bin ich, geh‘ zur Ruh",

sprach das junge Känguru,

bevor es in den Beutel kroch

aus dem es ziemlich muffig roch!

 

 An der Leine

Nachdem der Fisch den Wurm verschluckt

der Angler an der Leine ruckt,

worauf der Fisch zusammen zuckt

weil er den Haken mit verschluckt!

 

Und als der Angler ihn dann zog

an Land, dass sich die Rute bog,

da sprach der Fisch noch ein Gebet:

"Wie schön, dass es jetzt aufwärts geht!"

 

Ja, dieser Fisch war Optimist,

dem Fachmann ist das völlig klar.

Doch ich bin optimistischer ...

Ehrlich, das ist wirklich wahr!

 

Denn seit über dreißig Jahren

schau jeden Morgen ich geschwind,

nach in meiner Kuckucksuhr

ob Eier gelegt worden sind!

 

 Der schwarze Kater

Ein Kater auf dem Dache sitzt

und in der heißen Sonne schwitzt,

weil er, wie man sehen kann,

ein völlig schwarzes Fellkleid an.

 

Er schaut vom Dach auf den Verkehr

und  langweilt sich dabei gar sehr,

weshalb er schnurrt in seinen Bart,

nach altbekannter Katerart:

 

"Ich denk‘ ich werd‘ mal runter springen

und ein bisschen Unglück bringen!"

 

Rosamunde

Schon das dritte Mal in Folge

klettert langsam mit Geschnauf,

die Landschildkröte Rosamunde

mühsam einen Baum hinauf.

 

Und jedesmal, kaum dass sie oben,

da setzt sie an zu einem Flug

und landet krachend auf dem Bauch,

und dennoch hat sie nicht genug.

 

Schon setzt sie an zum vierten Mal,

sie ist ein wahrer Optimist,

bis eine Meise ihr erklärt,

dass sie ein Adoptivkind ist!

 

Mein Hund

 

Mein Hund ist super, einfach Klasse,

denn obwohl nur Mischlingsrasse 

holt er die Zeitung jeden Morgen,

deshalb brauch‘ ich mir keine borgen.

 

Doch das Beste daran ist,

ich weiss nicht ob Ihr das schon wisst,

die Zeitung kostet mich kein Geld

weil ich sie gar nicht hab bestellt!

 

Adebar

Im Wanderzirkus Kokolores

da lebte einstmals Adebar,

welcher dort als Würgeschlange

sehr erfolgreich tätig war.

 

Denn alles was er morgens fraß

das würgte er, oh welch ein Graus,

in der Manege, jeden Abend,

vor aller Augen wieder aus!

 

 

 

 

 

Die Kirchenmaus

In der Kirche, nicht zu Haus,

lebt die berühmte Kirchenmaus.

 

Dort friert sie sehr,weil es nicht warm,

dazu ist sie noch bettelarm;

und Hunger hat der kleine Nager,

weshalb er auch so dürr und mager ...

Ich hoffe, dass der Nimmersatt

es bei dir nun besser hat!

 

Bei den letzten Worten des Gedichtes wird

die fertige Ballonmaus  einem Kind übergeben.

 

Der Bühnenelefant

Bei allen Menschen gut bekannt 

ist der Bühnenelefant,

welcher nur dient einem Zweck,

dass gezaubert er wird weg!

 

Ansonsten hat er nichts zu tun,

darf sich pausenlos ausruh‘n,

wobei er jede Menge frisst

und deshalb macht auch sehr viel Mist.

 

Für einen solchen Elefanten,

den schon die alten Römer kannten,

fehlt mir leider hier der Platz 

weshalb ich sorgte für Ersatz.

 

So seht Ihr alle heute nur

keinen echten in Natur,

sondern nur ein Gummitier, 

genauer gesagt dieses hier,

in Farbe blau bis hin zum Schwanz ...

Ach ja, sein Name der ist Franz!

 

Auch hier ist der Elefant in der gewünschten Farbe, in diesem Falle blau, mit den letzten Gedichtworten fertiggestellt und das Kind wird gefragt, ob der Name Franz auf den Elefantenrüssel geschrieben werden soll, 

 

Der Tanzbär

Der Bär ist brummig und sehr schwer,

man kennt ihn auch als Teddybär.

Dann ist er aber lieb und nett

drum nehmen wir ihn mit ins Bett.

 

Doch neulich traf ich einen Bär

der war nicht nur sehr groß und schwer,

der tanzte auch noch hin und her

und dazu auch noch kreuz und quer.

 

Er wedelte mit seinem Schwanz 

und forderte mich auf zum Tanz ...

Doch hab ich gern darauf verzichtet

und  dafür dies Gedicht gedichtet!

 

 Die zwei Faultiere

Schon vierzehn Tage ohne Regung,

ohne jegliche Bewegung,

hängen zwei Faultiere im Baum 

und halten sich total im Zaum.

 

Da plötzlich gähnt das eine Tier,

vor Müdigkeit so gegen vier,

worauf das andre Faultier spricht:

"Nein, so geht das aber nicht!

 

Beherrsche dich und halt dein Maul!

Und denk daran, wir sind doch faul ...

Und bitte, mach mich nicht nervös 

mit deiner Hektik sondern dös!"

 

Willibald

Der Automarder Willibald 

lebt leider Gottes  nicht im Wald

sondern leider, welch ein Graus,

irgendwo bei mir zu Haus.

 

Der höre ich ihn unverfroren

nachts gewaltig rum rumoren;

mal hier mal dort an jenem Ort

und komme ich ist er stets fort.

 

Gesehen hab ich es noch nie

dieses blöde, freche Vieh,

das am liebsten, welch ein Mist,

an meinem Auto Gummi frisst.

 

Ob Wasserschläuche oder Kabel,

er ist da äußerst variabel.

Mal frisst er dies, mal frisst er das,

weshalb ihn auch verfolgt mein Hass!

 

Denn immer wenn er fertig ist,

dieser böse Terrorist,

springt am nächsten Morgen dann 

mein Auto leider nicht mehr an.

 

Und so kam es denn dazu

weil Willibald gab keine Ruh,

dass ich mein Auto tat verkaufen

um nun zu Fuß herumzulaufen.

 

Doch nun, unglaublich aber wahr,

doch wenn man nachdenkt völlig klar.

Nein, ich will Euch nicht verkohlen ...

Jetzt frisst er meine Gummisohlen!